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ADAS - FLÜCKIGER AG blechschaden.ch

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ADAS-Kalibrierung – Fahrerassistenzsysteme

Die Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen (ADAS/FAS) ist je nach Fahrzeug, Hersteller und betroffenem System sehr unterschiedlich. Massgebend ist grundsätzlich die Herstellervorgabe für das konkrete Fahrzeug und das betroffene Assistenzsystem.

Je nach Herstellervorgabe kann eine statische Kalibrierung, eine dynamische Kalibrierfahrt oder eine Kombination verschiedener Verfahren erforderlich sein.

Problematik bei der Kalkulation

Die in Kalkulationssystemen hinterlegten Arbeitspositionen und Zeitvorgaben bilden den tatsächlichen Aufwand nicht in jedem Fall korrekt ab.

Insbesondere können folgende Situationen auftreten:

  • Das Kalkulationssystem sieht eine statische Kalibrierung vor, obwohl gemäss Herstellervorgabe eine dynamische Kalibrierung erforderlich ist.
  • Hinterlegte Zeitvorgaben entsprechen nicht dem tatsächlich notwendigen Arbeitsablauf.
  • Eine Kalibrierung muss aufgrund von fahrzeug-, software-, hardware- oder kommunikationsbedingten Unterbrüchen wiederholt oder neu gestartet werden.
  • Bei dynamischen Kalibrierungen hängt die benötigte Zeit zusätzlich von den erforderlichen Fahrbedingungen, der Verkehrssituation und dem erfolgreichen Abschluss des Kalibriervorgangs ab.
  • Bei Remote-Unterstützung können Verbindungsaufbau, Kommunikation mit dem Fahrzeug oder mehrere Startversuche zusätzlichen Zeitaufwand verursachen.

Eine reine Übernahme einer im Kalkulationssystem hinterlegten Zeit ist deshalb nicht in jedem Fall sachgerecht.

Vorgehen der Flückiger AG

Die Flückiger AG verfügt über drei eigene Kalibriersysteme und kann damit die grosse Mehrheit der anfallenden ADAS-Kalibrierungen selbst durchführen.

Ist eine Kalibrierung mit den vorhandenen Systemen nicht möglich, kann zusätzlich ein Remote-System eingesetzt werden.
Vor der Durchführung ist zu prüfen:

  • welches Assistenzsystem betroffen ist,
  • welche Kalibriermethode der Hersteller vorschreibt,
  • welche Voraussetzungen für die Kalibrierung erfüllt sein müssen,
  • ob vorgängig weitere Arbeiten oder Prüfungen erforderlich sind.

Die Kalibrierung wird entsprechend der Herstellervorgabe und dem tatsächlich erforderlichen Verfahren durchgeführt.
Kalkulation und Verrechnung

Für die Vor-Kalkulation wird pro erforderlicher Kalibriereinheit ein betrieblicher Richtwert eingesetzt, sofern der tatsächliche Aufwand zu diesem Zeitpunkt noch nicht zuverlässig bestimmt werden kann:

  • BMW und Mercedes-Benz: 12 AW pro Kalibriereinheit
  • übrige Marken: 10 AW pro Kalibriereinheit

Diese Werte sind interne Richtwerte der Flückiger AG für die Vorkalkulation und keine Herstellerzeiten oder Aufwandbegrenzungen.

Nach erfolgter Reparatur wird die Kalibrierung nach dem effektiv geleisteten und nachvollziehbar dokumentierten Arbeitsaufwand abgerechnet.

Sind mehrere Kalibrierungen oder Kalibrierläufe erforderlich, ist der tatsächlich notwendige Aufwand massgebend.
Zusätzlicher Aufwand infolge notwendiger Wiederholungen, abgebrochener Kalibriervorgänge, technischer Kommunikationsprobleme oder erforderlicher Remote-Unterstützung ist zu berücksichtigen, sofern dieser tatsächlich angefallen und nachvollziehbar dokumentiert ist.

Achsvermessung als Voraussetzung

Bei bestimmten Fahrerassistenzsystemen schreibt der Hersteller vor der Kalibrierung eine Achsvermessung beziehungsweise die Überprüfung der Fahrwerksgeometrie vor.

Ist diese Voraussetzung gemäss Herstellervorgabe erforderlich, wird die Achsvermessung separat kalkuliert und verrechnet.
Für Einrichten, Vermessen und allfällige kleinere Einstellarbeiten gilt:

Systemzeit, mindestens 9 AW bei 10er-AW-System.

Sind darüber hinaus grössere Einstell- oder Instandsetzungsarbeiten erforderlich, werden diese separat nach effektivem Aufwand kalkuliert.

Sind Abweichungen der Fahrwerksgeometrie schadenkausal, gehören die notwendigen zusätzlichen Einstellarbeiten zum Schadenumfang und werden entsprechend verrechnet.

Sind die festgestellten Abweichungen nicht schadenbedingt, gehören die daraus entstehenden zusätzlichen Arbeiten nicht zum versicherten Schaden und gehen zulasten des Auftraggebers.

Grundsatz Flückiger AG

Bei ADAS-Kalibrierungen ist nicht eine pauschale Systemzeit entscheidend, sondern der vom Fahrzeughersteller vorgeschriebene und tatsächlich notwendige Arbeitsablauf.

Kalkulationssysteme dienen als Grundlage für die Vorkalkulation. Weichen deren Vorgaben vom erforderlichen Kalibrierverfahren oder vom nachweislich entstandenen Aufwand ab, sind Herstellervorgabe, dokumentierte Durchführung und effektiver Arbeitsaufwand massgebend.



Bild 2: Kalibrierung Blis
Bild 3: Kalibrierung Kamera
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